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Eine Gruppe von Fahrradfahrern fährt im Sonnenschein entlang eines Getreidefeldes.

Biologische Stationen Rheinland

Aufgaben

Die Biologischen Stationen sind in naturschutzfachlichen Fragen Ansprechpartner für Privatpersonen und Behörden. Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) in Nordrhein-Westfalen fördert die Biologischen Stationen für ihre Arbeit zurzeit in drei Aufgabenbereichen:

  • Schutzgebietsbetreuung
  • Vertragsnaturschutz
  • Natur- und umweltbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

Schutzgebietsbetreuung

Schutzgebiete, die von Biologischen Stationen betreut werden, sind vor allem Naturschutz-gebiete und NATURA 2000-Gebiete. Naturschutzgebiete (NSG) sind nach nationalem Recht festgelegt und umfassen Bereiche, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Land-schaft erforderlich ist. Die Fläche von Naturschutzgebieten kann sehr verschieden sein, von der kleinflächigen Bachaue bis hin zu ausgedehnten Waldbeständen, Grünland-, Heide- oder Moorflächen. NATURA 2000-Gebiete sind ein Staaten übergreifendes Netzwerk besonderer Schutzgebiete der Europäischen Union. Sie umfassen bestehende Rückzugsgebiete euro-paweit gefährdeter Lebensräume, Pflanzen und Tiere.

Die NATURA 2000-Gebiete unterteilen sich in

  • die EG-Vogelschutzgebiete, z.B. „Unterer Niederrhein" und „Krickenbecker Seen",
  • und die FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) von gemeinschaftlicher Bedeutung.

Betreuungsaufgaben der Biologischen Stationen für Naturschutz- und NATURA 2000-Gebiete sind vielfältig und reichen von der Erfassung und der Dokumentation von Beobach-tungsdaten bis hin zu Maßnahmen für die Entwicklung der Natur.

Vertragsnaturschutz

Bei dieser Naturschutzstrategie wird ein freiwilliges Abkommen mit Grundstückseigentümern bzw. Landnutzern, zumeist Landwirten, über die Bewirtschaftung einer bestimmten Fläche getroffen. Darunter fallen zum Beispiel eine extensive Weidenutzung, bestimmte Mahdzeit-punkte oder die Pflege von Ufer- oder Ackerrandstreifen. Die vertragliche Verpflichtung zu dieser, aus heutiger Sicht zumeist nicht mehr ökonomischen, Bewirtschaftung erfolgt gegen ein Entgelt. So sollen aus naturschutzfachlicher Sicht wertvolle Flächen, die an bestimmte Landnutzungsformen gebunden sind, erhalten bleiben.

Natur- und umweltbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

Die Naturschutzbildung der Biologischen Stationen beinhaltet neben der allgemeinen Infor-mationsarbeit auch die Vermittlung von Informationen über Natur und Landschaft in den Schutzgebieten (auch Besucherlenkungsmaßnahmen). Darüber hinaus leistet sie Öffentlich-keitsarbeit über die praktische Naturschutzarbeit.

Die meisten Biologischen Stationen bieten im Rahmen der Umweltbildung auch Exkursionen, Weiterbildungsprogramme oder Naturerlebnisse für Kinder und Erwachsene an.

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