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Eine Gruppe von Fahrradfahrern fährt im Sonnenschein entlang eines Getreidefeldes.

Biologische Stationen Rheinland

LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft im Rheinland 2018

Am 21. März 2018 fand das 12. Forum des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft statt.

Weitere Informationen sowie die Präsentationen zu den interessanten Vorträgen finden Sie unter der Rubrik 12. Forum.

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12. Forum

Am 21. März 2018 fand das 12. Forum des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft statt.

Eine Übersicht der Vorträge

Raum schaffen für Gewässer - Praxisbeispiel für ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft
Referenten: Ralf Offermann, Wupperverband; Eduard Eich, Landwirtschaftskammer NRW

Das von Eduard Eich vorgestellte Projekt ist das einzige Projekt in NRW, welches auf freiwilliger Basis Freiraum für Gewässer schafft. Das Ziel und der Wunsch ist die Schaffung von 32ha naturnaher Gewässernutzung. Diese 32ha werden in Absprache mit den Landwirten ausgewählt. Hierbei stellen die Wasserrechte und der wenige Raum für Gewässerentwicklung die Nadelöhre des Projekts dar. Eine Möglichkeit der Raumschaffung ist die Kooperation mit den Landwirten, damit zum Erreichen des Ziels die Felder nicht flurbereinigt werden. Um gemeinsam an dem Projekt arbeiten zu können, wurde ein Kooperationsvertrag aufgesetzt. Herr Eich stellt dazu erste erfolgreiche Gewässermaßnahmen an der Wupper vor (siehe Präsentation).

Raum schaffen für Gewässer - Praxisbeispiel für ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft (PDF, 2,2 MB)

Wildbienen in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft – Fördermaßnahmen am Beispiel des Projektes „Summendes Rheinland"
Referent: Dr. Heiko Schmied, Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft wurde 2003 vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband und der Landwirtschaftskammer NRW gegründet. Ziel ist die Förderung des Natur- und Landschaftsschutzes sowie die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft. In diesem Sinne wurde das Projekt "Summendes Rheinland - Landwirte für Ackervielfalt" ins Leben gerufen. Im Fokus steht dabei die Maßnahmenentwicklung zum Schutz und zur Förderung der Ökosystemdienstleistung Bestäubung innerhalb der Niederrheinischen Bucht. Die Vorhaben wurden bei blühenden Zwischenfrüchten, blühenden Säumen sowie bei Bestäuber-Gabionen umgesetzt. Erste faunistische Monitorings waren positiv. Weitere Ergebnisse können Sie der beigefügten Präsentation entnehmen.

Wildbienen in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft – Fördermaßnahmen am Beispiel des Projektes „Summendes Rheinland" (PDF, 4,46 MB)

Kartierung und Schutz von Kiebitz-Bruten - Erfahrungen und Tipps aus einer kreisweiten Erfassung am Beispiel des Kreises Mettmann
Referent: Holger Pieren, Biologische Station Haus Bürgel

Die Biologische Station Haus Bürgel hat im Kreis Mettmann Kiebitzbruten untersucht. Zur kreisweiten Kiebitz-Kartierung waren die Mitarbeiter der Biologischen Station auf die Hilfe von Ehrenamtlern, Praktikanten und Naturbeobachtern angewiesen. Sobald eine Kiebitzbrut gefunden wurde, wurde nach Absprache mit den Grundstückbesitzern eine Schutzzone um das Nest eingerichtet. Dazu wurde mit den Landwirten ein Bewirtschaftungsverzicht abgesprochen. Diese erhalten dafür im Gegenzug Ausgleichzahlungen. Somit können die Kiebitze im Ballungsgebiet geschützt werden.

Kartierung und Schutz von Kiebitz-Bruten - Erfahrungen und Tipps aus einer kreisweiten Erfassung am Beispiel des Kreises Mettmann (PDF, 2,71 MB)

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